Unterwegs. Urlaub in Schweden – Teil 2

Für Leute, die im Urlaub in erster Linie urbanes Leben suchen, ist die Weite Südschwedens nicht unbedingt das ideale Ferienziel. Auch mit Strandurlaub und Partyferien wird’s eng. Wer aber Natur und Ruhe sucht – und auch auf Berge verzichten kann – ist hier ziemlich gut aufgehoben.

Rumskullaeken
1000 Jahre – Rumskullaeken

Elche

Elche sieht man in der freien Natur in Südschweden so gut wie gar nicht. Die scheuen Einzelgänger verstecken sich lieber in dichten Wäldern. Also klare Empfehlung: ab in einen Elchpark! 2016 waren wir im Lagaland Elchpark, in diesem Jahr im zum Isaberg Mountain Resort gehörigen Park. Leider war mir der wohl etwas größere Grönåsen Elch und Landtierpark für eine Tagestour in diesem Jahr zu weit entfernt.

 

Da die Tiere Einzelgänger sind, findet man in den Parks keine große Menge an Tieren. Aber ein Ausflug lohnt allemal: Die beeindruckend großen Elche sind äußerst imposant, strahlen eine unglaubliche Ruhe aus und gehören eindeutig zur Gattung der „Entschleunigungstiere“.

Wandern

Wandern am Isaberg
Wandern am Isaberg

Prinzipiell kann man einfach vor die Tür treten und loswandern. Es gibt in einigen Gebieten aber auch ausgeschilderte Wanderungen. Im Skigebiet am Isaberg zum Beispiel findet man diverse Touren der unterschiedlichsten Streckenlängen und Anforderungen. Außerdem ist es eines der wenigen Wandergebiete in der Region, das auch echte Anstiege bietet.

Ein Stück südlich liegt der Store Mosse Nationalpark. Ein Moorgebiet mit einigen Wandertouren in unterschiedlichen Längen. Dort, wo das Moor sich in der feuchten Jahreszeit ausbreitet, sind Holzwege durch das Moor verlegt. Man stratzt also durchaus mal einige Kilometer auf Holzplanken durch die Landschaft. 2016 haben wir eine kleine Tour von etwa 6 km gemacht. Auch wenn die Kinder normalerweise mehr Abwechslung brauchen (Wald, Wasser und Berge gehen da immer gut), war das Laufen auf den Planken so spannend, dass wir es dieses Jahr wiederholen mussten: Auf einer 10-km-Tour im Naturschutzgebiet Dumme Mosse – davon allein ca. 6 km nur über Holzplanken. Hier kann man trotz Sommer und Trockenheit – das Moor ist ein zahnloser Tiger zu dieser Jahreszeit – gut beobachten, wie man aus dem Wald Richtung Moor läuft und die Bäume mit jedem Meter ein Stück kleiner werden.

Nur auf dem letzten Wegstück, ließ uns unser Wanderglück im Stich: Google zeigte zwar einen Weg entlang am Regionalflughafen Jönköping; verschwieg aber, dass dieser Weg auf der anderen Seite des Flughafenzaunes lag. Also nochmal 2 km durchs Gebüsch kämpfen.

 

Store Mosse haben wir aber auch dieses Jahr wieder besucht: Für eine 500-m-Wanderung(!) ;-) – auf dem Pfad der Waldtrolle: Eine kleine Runde am Naturum des Nationalparks mit einer wunderschönen kleinen Geschichte. Die Kinder waren schwer begeistert.

Stråken
Stråken

Da die Kinder auf „kraxeln“ stehen, haben wir dann auch noch die fast zwei Stunden Anfahrt zur Schlucht Skurugata in kauf genommen.  Überraschenderweise waren dort eine Menge Leute unterwegs, obwohl das Wetter wahrlich nicht prickelnd war – aber Schwedenurlauber sind halt keine Schönwettertouristen. Die Strecke durch die Schlucht ist zwar nicht sehr lang, aber man muss streckenweise ordentlich klettern.

Eine weitere tolle Wanderung war die Tour rund um den Stråken – einem See östlich des Vättern. Auf einer abwechslungsreichen Tour geht es einmal um den gesamten See, durch tolle Wälder, an kleinen „Stränden“ vorbei und die nächste Blaubeerration ist immer in Reichweite. Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem kleinen, unwirklich schön gelegenen Waldsee vorbei. Noch ’ne Pause. Nochmal am Wasser spielen …

… und dann zurück …

Teil 1 lesen – Hej hej! Urlaub in Schweden

 

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